Ich, Anne Rosengrün, bin mittlerweile seit sehr vielen Jahren als Dogwalkerin bzw. Hundesitterin selbstständig. Schon 2006 ging ich meinen eigenen Weg und gründete mein eigenes Unternehmen “Sanny’s Hundeservice”. Ich hatte mich nie gefragt: “Was macht den Job als Dogwalker attraktiv?”, denn ich konnte und kann gut mit Hunden, somit war der Beruf des Hundesitters für mich immer der richtige Weg. Ich liebe es zu laufen und zu wandern, bin gern in der Natur unterwegs und konnte mir nie vorstellen in einem stickigen Großraumbüro zu arbeiten.

Mit Menschen konnte ich früher nicht wirklich gut, es lag mir nicht so. Ich war schüchtern (bin ich heute manchmal noch), sehr introvertiert und fühlte häufig sehr unsicher im Kontakt mit Menschen. Da kam mir der Job Dogwalker sehr gelegen, denn nach einem Kennenlernen hat man sehr wenig mit den Hundehaltern zu tun, außer ein klein wenig Smalltalk.

Erst mit den Jahren habe ich auch die Arbeit und die Ausbildung von Menschen lieben gelernt.

Für mich macht den Job als Dogwalker attraktiv, dass ich mit den Hunden arbeiten kann ohne den Zwischenschritt des Besitzers bzw. mehrerer Personen zu haben. Ich liebe das Training mit Hunden. Durch die Hundebetreuung habe ich die Möglichkeit sehr unterschiedliche Hunde kennenzulernen. Dadurch kann ich (und auch du) sehr viel Erfahrung sammeln mit unterschiedlichsten Charakteren.

Welche Hundebetreuung passt zu dir?

Ich verwende Dogwalking häufig synonym für Dogwalking, Tagesbetreuung und Hundepension. Beim Dogwalking holst du Hunde von Zuhause ab, gehst mit einer Hundegruppe spazieren und bringst sie nach der Runde wieder nach Hause. Am meisten in größeren Städten boomt der Gassiservice.

Bietest du Tagesbetreuung an, dann bietest du eine Betreuung von früh bis abends an. Die Hunde verbringen den Tag mit dir. So bist du flexibler, kannst mit den Hunden lange Spaziergänge und Ausflüge machen. Bist du allein, solltest du dir von Anfang an Gedanken machen, wie du Arztbesuche und wichtige Termine managen kannst.

Eine Hundepension kann unterschiedlich aufgebaut sein. Früher gab es hauptsächlich Zwingerpensionen, bei denen die Hunde ihren Urlaub einzeln und mit wenig Auslauf verbracht haben. Mittlerweile gibt es immer mehr Anbieter von Gruppenbetreuungen mit Familienanschluss. Diese Art der Pension ist in meinen Augen für die meisten Hunde gut geeignet (Verträglichkeit vorausgesetzt).

Du kannst eine Form der Hundebetreuung anbieten oder einzelne Elemente kombinieren. Zusätzlich kannst du Betreuung und Dogwalking für einzelne Hunde anbieten, die z.B. nicht gut verträglich sind.

Ich betreue Hunde im Dogwalking, in der Tagesbetreuung und in der Hundepension.

Die Arbeitszeiten

Ich entscheide für mich selbst, ob ich mit vier Hunden spazieren gehe oder mit zehn. Auch entscheide ich, wann ich anfange, ende und ob ich am Wochenende arbeite. So kannst auch du ganz frei entscheiden, wann du arbeitest.

Sicher ist es sinnvoll während der normalen Arbeitszeit tätig zu sein. Dabei gibt es deutliche Spannen zwischen sehr früh und sehr spät. Jeder kann wählen, was in sein Leben passt.

Mein eigener Arbeitstag startet um 7:00 Uhr. Bis ca. 8:15 Uhr sammle ich alle Hunde ein und gehe eine Runde spazieren. Meine zweite Runde findet ca. 10:30/11 Uhr statt. Ich bin meist 13 Uhr Zuhause und verbringe den Nachmittag mit den Hunden in Haus und Garten.

Mehr als nur Spazieren gehen mit Hunden

Das Training mit Hunden hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht. Dabei fand ich es schon als Jugendliche toll, wenn mehrere Hunde um mich herum sind und ich etwas mit ihnen machen kann. Es ist für mich ganz normal, dass ich immer mehrere Hunde beim Spaziergang mitnehme und auch gleichzeitig mit mehreren Hunden trainiere. Es macht den Alltag spannend und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Langeweile liegt mir nicht, somit der Job als Dogwalker für mich einfach attraktiv, denn Langeweile hat man nie! Auch im Büro sitzen war für mich nie eine Option. Das ist für mich nicht vorstellbar und somit liebe ich meinen Job von ganzem Herzchen.

Eine Hundegruppe bietet so viel Möglichkeiten um das Ausdrucksverhalten von Hunden zu beobachten und auch Interaktionen positiv zu beeinflussen. Hunde bieten uns so viele geniale Blickwinkel auf ein Thema! Als Dogwalker hast du die Möglichkeit immer wieder verschiedene Hunde in der Gruppe zu erforschen und deine Beobachtungsfähigkeit zu schulen.

Beim Spaziergang kann immer etwas passieren. Der Jogger kommt angerannt und du musst reagieren. Der Hundehalter mit seinem Hund kommt um die Ecke und du musst deine Gruppe sehr gut unter Kontrolle haben. Ohne Training ist das nicht möglich! Daher lernst du als Dogwalker immens viel über Training, Lernen und Beibringen von Verhalten. Nicht bei einem Hund, sondern von vielen Hunden!

Selbstbestimmt leben als Dogwalker

Im Angestelltenverhältnis muss man sich an die Vorgaben und Regeln des Unternehmens halten. Mit deinem eigenen Unternehmen im Bereich Hundebetreuung bestimmst du die Regeln, denn es ist deine eigene Firma.

Du bestimmst, wann du Urlaub machst und wann du arbeiten möchtest. Auch welche Kunden zu dir passen und mit welchen Kunden du arbeiten möchtest, das entscheidest du ganz allein. Ist das nicht cool? Ich liebe es!

Ein paar negative Aspekte

Ich hasse es bei strömendem Regen und 0°C spazieren zu gehen. Da schüttelt es mich schon allein beim Gedanken. Versteh mich nicht falsch, Regen ist gar kein Problem. Ich habe gute Kleidung und auch die Hunde bekommen einen Regenmantel um. Aber manches Wetter lässt auch mich Zuhause bleiben wollen.

Du wirst auch mal dreckig, greifst sicherlich mal in Hundekacka oder hast es an der ganzen Hand. Da helfen Feuchttücher, Seife und Wasser.

Autofahren gehört definitiv dazu. Während der Fahrt kannst du Wissen erwerben über Podcast und Hörbücher und die Zeit effektiv nutzen.

Manchmal sind die Hunde auch chaotisch, stellen ihre Ohren auf Durchzug und der Tag läuft nur beschissen. Aber hat man das nicht überall?

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